
© Sophia Hegewald
Patrícia Pinheiro
wuchs mit den mündlichen Gesangstraditionen Portugals und den Geschichten ihres Großvaters auf. Musik war für sie zuerst Stimme, bevor sie Instrument wurde. Heute sucht sie in ihren Konzerten unmittelbare Präsenz, Nähe und Begegnung – ihr Instrument versteht sie als Sprechweise, nicht als Vorführinstrument.Ihre künstlerische Arbeit verbindet klassische Ausbildung an der HfMDK Frankfurt mit Neuer Musik, Improvisation und Elektronik. Mit I would… if I could get out of my head für Oboe und Elektronik, entstanden mit Chiara Stuto, begann ihr Weg in die eigene Autorinnenschaft. Im Stipendium der Concerto21 Stiftung entwickelt sie nun ihr erstes vollständig eigenes Solo-Projekt für Englischhorn und Stimme. Ausgehend von den mündlichen Traditionen ihrer Kindheit verbindet sie Improvisation, Stimme und Live-Elektronik zu einer Musik, die an einen Fado-Abend erinnert: nah, unmittelbar und ohne klare Trennung zwischen Bühne und Publikum. Wir freuen uns, sie auf diesem Weg zu ihrer eigenen künstlerischen Sprache zu begleiten.
"Ich suche eine Sprache, die gesprochen ist und mehr fragt als antwortet. Eine Musik, die sich anfühlt wie an einem Fado-Abend: nah, verletzlich, ohne Bühne dazwischen."